Landschaft

Es heißt ja, der Blick für das Besondere geht verloren, wenn du zu viel Zeit damit verbringst. Die Fotografie zeigt mir jedoch jeden Tag neue Facetten meiner eindrucksvollen Heimat.

Mit den Jahren entwickelt jeder Fotograf einen ganz eigenen Blick für die Schönheit der Dinge.

Ein Wald ist nicht länger eine Aneinanderreihung von Bäumen, er bietet die Möglichkeit während unterschiedlicher Tageszeiten völlig anders auf uns zu wirken. Je nach Lichteinfall kann es sich also um einen Gruselwald handeln, in welchem du auf eine böse Hexe treffen könntest oder aber er ist so lichtdurchflutet, dass du zusammen mit den Waldtieren hüpfend ein Liedchen trällern möchtest.

Auch ein zartes Ästchen, vielleicht im Frühling, vielleicht mit einer kleinen Blüte im Fokus kann für den Betrachter Bände sprechen – obwohl es nicht viel zu sein scheint.

Ich denke, das Um und Auf in der Landschaftsfotografie ist die Liebe und Hingabe, die ich zu einem Motiv habe.

Eine Portion Mut gehört auch dazu. Mut, um öfters dieselben Orte zu besuchen und trotzdem ein anderes Ergebnis zu erwarten.

Die unterschiedlichen Jahreszeiten sind ein weiterer Grund, um von derselben Stelle des Öfteren ein Bild zu schießen. Wer schon einmal im Sommer über eine Skipiste spaziert oder gewandert ist weiß, wovon ich spreche.

Wie auch überall anders im Leben gibt es in der Landschaftsfotografie nicht nur schwarz und weiß. Dazwischen liegen unzählige Möglichkeiten und eindrucksvolle Momente, die nur darauf warten von dir erkannt und für immer festgehalten zu werden.

Für mich ist die Landschaftsfotografie der perfekte Ausgleich und die optimale Gelegenheit hinaus zu kommen, meine Heimat kennenzulernen und geheime Plätze zu finden, an denen ich sonst wahrscheinlich vorbeigelaufen wäre.